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07.02.2007

„Safety first“ bei Sprengungen im modernen Kalibergbau

Auf der Schachtanlage Neuhof-Ellers sorgt MBB Gelma in über 500 m Tiefe für höchste Personensicherheit

Ennepetal/Neuhof-Ellers. Wenn von Bodenschätzen die Rede war, dachte man früher zuerst an Blei, Gold, Silber oder Diamanten. Inzwischen hat sich das Bild gewandelt. Heute denkt man angesichts einer energiehungrigen Industriegesellschaft eher an Kohle, Öl und Gas. Darüber hinaus birgt der heimische Boden aber auch eine Vielzahl mineralischer, chemischer Verbindungen wie Salze, die zum Beispiel als Dünger in der Landwirtschaft Verwendung finden. Diese bieten auch die wirtschaftliche Basis für Bergbau- und Chemieunternehmen. So gewinnt die Unternehmensgruppe K&S Kali GmbH ihre Rohstoffe aus verschiedenen deutschen Lagerstätten, zu denen auch das Werk Werra-Fulda gehört. Die Lagerstätten zeichnen sich vor allem durch die Vielfalt der dort zu findenden Salze aus und bieten damit eine hervorragende Ausgangsbasis zur Herstellung von Düngemittel-Spezialitäten.
K+S ist beispielsweise bei magnesium- wie auch bei sulfatischen Düngemitteln aus in Neuhof-Ellers geförderten Rohstoffen weltweit führend. Dabei erweist sich nicht zuletzt auch die Nähe zu den westeuropäischen Märkten und speziell zu Frankreich, dem größten Agrarmarkt Europas, als vorteilhaft. Ein weltweit vertriebenes Produkt aus Neuhof-Ellers ist Kieserit, das 1974 auf den Markt kam und sich dank Vermeidung salzhaltigen Abwassers bei der Produktion als besonders umweltfreundlich erweist.

Förderung aus über 500 m Tiefe
Die Lagerstätten der Rohstoffe aus Neuhof-Ellers erstrecken sich zwischen 540 und 780 m unter der Erdoberfläche über eine Fläche von 11 km Länge und 8 km Breite. Über den Schacht Neuhof werden täglich 13.000 Tonnen Rohsalz gefördert. Der 1,9 km entfernt liegende Schacht Ellers dient dem Personal- und Materialtransport. Beide Schächte sorgen zugleich für die Belüftung der unterirdischen Stollen. Hierzu werden in jeder Minute 14.000 Kubikmeter Frischluft unter Tage geführt. Anders als bei Kohlebergwerken drohen bei Salzbergwerken wie in Ellers keine Gefahren durch „schlagende Wetter“. Damit erübrigen sich auch Exgeschützte Elektroanlagen.

Da die Kali-Salzlager jedoch durch Bohren und Sprengen abgebaut werden, sind Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz des unter Tage tätigen Personals unerlässlich. Da der Betreiber des Bergwerkes einen Drei-Schicht-Betrieb fährt, gilt es, zuverlässig sicherzustellen, dass sich bei Sprengungen keine Personen im Gefahrenbereich von Druckwellen und Steinschlag aufhalten.

Von der Zutrittskontrolle zur Anwesenheitskontrolle
Diese kritische Aufgabenstellung wurde in Zusammenarbeit mit der DORMA Tochtergesellschaft MBB Gelma überzeugend gelöst, indem man die Untertageregion in Schutzbereiche mit vier Übergangszonen einteilte, die durch elektronische Zutrittskontrolle überwacht werden.
Verlassen und Betreten eines angrenzenden Bereiches werden von der jeweiligen Person durch ein elektronisches Signal angezeigt und über einen zentralen Rechner erfasst.

Die Übergänge sind weder durch Türen noch durch Sperren abgeschottet, jedoch jeweils mit einem Ein- und Ausgangsleser versehen. Verlassen und Betreten eines Bereiches werden von der jeweiligen Person durch ein elektronisches Signal angezeigt und über einen zentralen Rechner erfasst. Hierzu wird ein am Schutzhelm eines jeden Mitarbeiters angebrachter, individuell codierter Chip beim Betreten oder Verlassen eines Sicherheitsbereiches an einem Ein- beziehungsweise Ausgangsleser vorbeigeführt und so die Position der jeweiligen Person erfasst. Gleichzeitig wird für die Sicherheitsbereiche eine Sequenzkontrolle aktiviert, während für den geschützten Bereich die Anwesenheitsaufzeichnung und die Anwesenheitsdauerüberwachung aktiviert werden. Das System erlaubt es, jederzeit aktuell festzustellen, ob sich noch ein Mitarbeiter in einem gefährdeten Bereich aufhält, in dem eine Sprengung bevorsteht. So ist jederzeit eine umfassende Kontrolle der Sicherheit der unter Tage tätigen Mitarbeiter gewährleistet.

Mit der in Neuhof-Ellers praktizierten Lösung von MBB Gelma hat die DORMA Gruppe wieder einmal ihre Kompetenz unter Beweis gestellt, auch Sonderlösungen professionell zu realisieren und so ein Höchstmaß an Sicherheit unter schwierigen Bedingungen zu garantieren.


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Um Gefährdungen der Bergleute beim Sprengen auszuschließen, ist es notwendig, die Mitarbeiter in sicheren Bereichen zu versammeln. Mario Monden, Leiter Maschinen- und Elektrotechnik unter Tage bei K+S im Werk Neuhof-Ellers, erläutert das Funktionsprinzip der Zutrittskontrollanlage von MBB Gelma.

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Hochwertige Mineralien, wie sie K+S in Neuhof-Ellers fördert und zu Düngemitteln für die Landwirtschaft aufbereitet, werden ob ihrer wirtschaftlichen Bedeutung oft als „weißes Gold“ bezeichnet.

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Die Lagerstätten der Rohstoffe aus Neuhof-Ellers erstrecken sich zwischen 540 und 780 m unter der Erdoberfläche über eine Fläche von 11 km Länge und 8 km Breite. Über den Schacht Neuhof werden täglich 13.000 Tonnen Rohsalz gefördert.

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Mit einem am Schutzhelm befestigten Chip buchen sich die Untertage-Mitarbeiter in einen geschützten Bereich ein und werden so in der aktuellen Anwesenheitsliste registriert.

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Mit einem am Schutzhelm befestigten Chip buchen sich die Untertage-Mitarbeiter in einen geschützten Bereich ein und werden so in der aktuellen Anwesenheitsliste registriert.

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Per Tastendruck muss die Buchung innerhalb von 15 Sekunden bestätigt werden. Das Gleiche gilt, wenn man nach erfolgter Sprengung den sicheren Bereich wieder verlassen kann.

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